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Cognitive Enhancement

Kaffee für die gute Erinnerung?

Eine Studie will gute Effekte von Koffein auf das Langzeitgedächtnis nachgewiesen haben. Fast die Hälfte der Teilnehmer klagte allerdings über Kopfschmerzen

Erschienen in der Telepolis v. 08.02.2014
Von Jörg Auf dem Hövel

Ein Team von US-Forschern hat im Magazin Nature Neuroscience eine Studie veröffentlichen dürfen (Abstract), die einen positiven Effekt von Koffein auf das Langzeitgedächtnis nachgewiesen haben will.

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Kiffer Typen

Der High-Tech Kiffer

Kiffer-Typen IX

Erschienen im Highway Magazin

Fälschlicherweise könnte man annehmen, das der Kiffer-Typ, dem wir uns heute zuwenden, ein Phänomen des digitalen Zeitalters ist. Aber den technikaffinen Cannabis-Connaisseur, kurz Cannasseur, gab es schon immer. Es ist der Typ, dem die handwerklichen Mittel nie nur Mittel zum Zweck sind, sondern der in ihrem ständigen Gebrauch und ihrer stetigen Erneuerung Sinn findet. Im Grunde müsste man davon ausgehen, das auch Daniel Düsentrieb, dieser Prototyp des Nerds, ein Kiffer ist. Der High-Tech Kiffer hat sich eine mechatronische Trutzburg gebaut, um jederzeit aktiv in sein Leben eingreifen zu können. Und immer droht er sich im Kabelsalat zu verheddern.

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Gesundheitssystem

„Wir kennen die Tricks der Pharmaindustrie“

Ein wunderbares Interview mit Deutschlands obersten Arzneimittel-Kontrolleur Jürgen Windeler in der Berliner Zeitung.

Das vor knapp zehn Jahren gegründete Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) spielt eine wesentliche Rolle im Krankenkassensystem. Es untersucht Nutzen und Schaden von Arzneimitteln und Behandlungsmethoden. Die Gutachten bestimmen mit darüber, welche Leistungen die gesetzlichen Kassen übernehmen. Jürgen Windeler ist seit 2010 Leiter des Instituts.

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Kiffer Typen

Kiffer Typen: Die Übersicht über 16 Mitmenschen

Eine Typologie der Cannabis-Connaisseure

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Kiffer Typen

Der Abscheißer

Kiffer-Typen IX

Erschienen im Highway Magazin

Nicht selten stellt sich im Leben die Frage, warum man eine Gewohnheit beibehält, obwohl man merkt, dass sie einem nicht gut tut. Die Antwort steht bereits im letzten Satz: Es ist halt eine Gewohnheit, eine Tätigkeit ohne Reflexion, unfreundlich gesagt eine Macke, freundlich formuliert ein Spleen. Der Kiffertyp, dem wir uns hier zuwenden wollen, kifft immer wieder, gleichwohl er dann jedes Mal nichts auf die Reihe kriegt. Er scheißt ab, selten zwar im wörtlichen, wohl aber im übertragenen Sinne.

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Psychoaktive Substanzen Specials

„Alkoholfrei und spritzig“ – Köstritz und die Geschichte der Mate-Brausen in Deutschland

Köstritz und die Geschichte der Mate-Brausen in Deutschland

Copyright by/ von Achim Zubke, Hamburg (1. Auflage in limitierter (23) signierter Printform zum 30.6.2017 anlässlich des Mate-Verwertungs- und -Brausen-Symposions „Mate in Berlin“ in der Brasilianischen Botschaft in Berlin), korrigierte und erweiterte Auflage Stand 10.10.2020) mit Abbildungen

Seit etwa 9 Jahren gibt es im Rahmen eines Kreativitätsbooms bei der Herstellung von Limonaden und Erfrischungsgetränken auch eine Fülle an neuen koffeinhaltigen Mate-Brausen und Mate-Eistees. Anfang 2018 sind mehr als 40 verschiedene Anbieter mit Dutzenden von Mate-Getränken am Markt. Natürliche Zutaten, Bio, Fairtrade, Solidarität und Originalität spielten immer öfter eine Rolle bei der Kreation neuer Produkte dieses stimulierenden Getränke-Typs. Es ist im Rahmen dieser innovativen Welle interessant, sich mit der tatsächlichen Geschichte der Mate-Brausen jenseits von Marketingkampagnen zu beschäftigen, um von ihr zu lernen.

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Gesundheitssystem

Tamiflu – und raus bist Du

Erschienen in der Telepolis v. 23.04.2014
Von Jörg Auf dem Hövel

Ein neues EU-Gesetz verpflichtet die Arzneimittelhersteller zukünftig zur Veröffentlichung aller zentraler Studiendaten. Der Tamiflu-Skandal zeigt, wie wichtig das ist

Das Europäische Parlament hat vor kurzem neue Gesetze zur Veröffentlichungspflicht von Arzneimittelstudien beschlossen. Danach werden Hersteller verpflichtet, der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine Zusammenfassung der Ergebnisse zur Verfügung zu stellen, die diese in einer Datenbank veröffentlichen wird. Damit soll zukünftig die bislang gängige Praxis der Zurückhaltung unliebsamer Resultate verhindert werden. Wird eine Zulassung für ein Arzneimittel beantragt, so müssen die (nahezu) vollständigen Studiendaten – der sogenannte Clinical Study Report – in der Datenbank vorliegen. Die Verordnung wird frühestens 2016 in Kraft treten. Ob bis dahin die nötige Datenbank funktioniert ist offen.

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Kiffer Typen

Der YouTuber

Kiffer-Typen XV

Erschienen im Highway Magazin

Good old Tante „Demokratie“, eine schöne Erfindung, wenn sie denn funktioniert. Da kann im Grund jeder Rausblasen, was er will. Und mit dem Internet, ja, da geht das alles schnell und global. Das denkt sich auch der Mann dem wir uns heute widmen werden: Der YouTuber. Er oder sie haben einen Auftrag und eine Nachricht, die unter die Leute muss. Grundsätzlich gibt es drei Arten von YouTubern: Der Beseelte, der Politische und der Business-Fuzzie. Mischen possible.

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Kiffer Typen

Der Verheimlicher

Kiffer-Typen XIII

Erschienen im Highway Magazin

Meist gibt es gute und schlechte Gründe für eine Tat. Etwas zu verheimlichen, das gilt zwar seit Kindertagen als falsch, Ehrlichkeit wird groß geschrieben. Auf der anderen Seite gehören kleine Geheimnisse zum gesunden Alltag. Der Kiffertyp, dem wir uns dieses Mal zuwenden, hat eine grundsätzliche Entscheidung getroffen: Es geht niemanden etwas an, ob und wieviel er kifft. Mehr noch, er achtet sehr darauf, dass sein Hobby unentdeckt bleibt.

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Kiffer Typen

Der Ignorant. Oder auch: Der Kiffer, dem man nichts anmerkt

Kiffer-Typen XII

Erschienen im Highway Magazin

In den alten weisen Schriften wird die Gelassenheit gelobt. Und auch die moderne psychologische Ratgeberliteratur sieht in der inneren Ruhe den Quell der Kraft, aus der sich die geglückte Existenz speist. In der umsetzbaren Realität ist man dadurch zu mindestens zweierlei gezwungen. Zum einen gilt es, den Müllhaufen des eigenen, eventuell verpfuschten Lebens zu akzeptieren, zum anderen der neo-liberalen Logik zu folgen, dass immer wir selbst es sind, die sich ändern müssen, nicht das System. Auf unheilvolle Weise arbeiten hier Vulgär-Buddhismus und Kapitalismus Hand in Hand. Allerdings hat der Kiffer, den wir heute betrachten, einen dritten Weg gefunden: Er merkt nichts oder man merkt ihm nichts an. Es ist ein Wunder, wie eng beieinander Stoizismus und Abgestumpftheit liegen können. Um das Ende vorweg zu nehmen – es bleibt die Grundlage der Cannabisignoranz oft offen: Nimmt die Körpergeisteinheit etwas unbewusst oder absichtlich nicht zur Kenntnis?