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Wolfgang Bauer: Der Fliegenpilz – Geheimnisvoll, giftig und heilsam / Der Fliegenpilz (319)

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Vorbestellen! Das wird ein richtig gutes Werk! Danke, Wolfgang!

„Als Giftpilz ist der Fliegenpilz ein Symbol für die Gefährlichkeit der Natur, und gleichzeitig gilt er als Synonym für das Glück schlechthin. Wissenschaftler sehen im Fliegenpilz das vielleicht älteste bewusstseinsverändernde Mittel der Menschheit. Der heilige Pilz begleitete Schamanen bei ihren Seelenreisen zu Geistern und Göttern, er half bei der Suche nach Verlorengegangenem und der Erforschung der Zukunft. Das Geheimnis um seine rituelle Verwendung wurde in archaischen Kulturen streng gehütet. Spuren seines Gebrauchs finden sich noch im Namen (ein Pilz zum Fliegen!), in Legenden um Eremiten, die in der Wüste Visionen suchten, in Göttermythen und Zaubermärchen, im Stein der Weisen der Alchimisten und in der fantastischen Literatur. Und nicht zuletzt wird er bis in unsere Zeit als Schmerz- und Heilmittel eingesetzt, vor allem bei nervösen Leiden. Heute ist der Fliegenpilz in Form von Artefakten Teil unserer Alltagskultur geworden. Als Populärsymbol verheisst er Glück und schenkt dem Betrachter eine kurze Befreiung von den alltäglichen Sorgen.“

Infos hier: Mit einem Klick!

„Wasson und der Soma“ – Heiliger Pilz, berauschender Trank, göttliche Visionen: Die Entdeckungen des Ethnomykologen R. Gordon Wasson / Der Fliegenpilz (258)

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Wege zur Wahrheit –

oder: Die ultimative Lektüre für den, der meint, er wisse bereits alles!

Viele Wege gehen wir, viele sind gegangen worden: Wege ohne Wiederkehr,
Wege ins geglaubte Jenseits, Wege zum Neubeginn, Wege ohne Gabelung,
die zu Einbahnstraßen wurden. Ausgetretene Pfade mitunter. Wars das? Nein!

Gewiss nicht! Oder besser: Das muss es nicht gewesen sein! Wenn, ja wenn, wir unsere Sinne öffneten für die Botschaft! Eine Botschaft, die aus den Wurzeln, dem Myzel nicht nur schweigend zu uns spricht, sondern auch kulturhistorisch greifbar ist. Keineswegs eine leichte Lektüre, aber eine seriöse: Alles unter einem Hut!

Der Rezensent sei esoterisch durchgeknallt, mögen Sie zunächst vielleicht denken, wenn Sie diese Zeilen zum Thema Fliegenpilz für sich allein erblicken und lesen. Ich kann Ihnen recht nicht geben. Sie sind jedoch aufgeklärt – und das ist gut so!

Aber eines wissen Sie noch nicht, wetten?

Dass nämlich in diesem Buch der Fliegenpilzexperten Wolfgang Bauer und Edzard Klapp anhand jahrtausendealter Mythen des Rig-Veda, die erstmals ins Deutsche übertragen wurden, schlüssig erklärt wird, wie es zu dieser „Botschaft“ der Erde, dem Wachsen und Sterben, dem Wiedererwachen, der „Auferstehung“ historisch überhaupt erst kommen konnte.

Von Esoterik sind wir derweil weit entfernt. Es geht um Fakten der Worte. Und neue Wege.

Wege, die jenseits der lange nicht erkannten Gabelung, freigelegt durch den Privatgelehrten R. G. Wasson, heute von Pilzfreunden und Pilzhassern gleichermaßen beschritten werden.

Mit ruhigem Geiste kann dieses Buch durchwandert werden: Sie brauchen kein GPS, um orientiert zu sein! Aber lassen Sie sich bitte darauf ein, die Landkarte altgewohnter Vorstellungen zu verlassen! Auch Übersetzungen gleichen manches Mal einer Expedition ins beinah Sprachlose, – und doch spüren Sie zu jeder Zeit den ganzheitlichen, wahren „Geist“ der Überlieferung.

Ergänzend sei ein Zitat Jonathan Otts, das Wolfgang Bauer einbringt, erwähnt:

„Wir können der Schlussfolgerung nicht entkommen, dass Wassons ursprüngliche Theorie den Test durch die Zeit bestanden hat und dass sie besser begründet bleibt als jede andere Alternative, die bisher vorgeschlagen wurde.“ [S. 12]

Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, schließt Edzard Klapp mit den Worten, dass sich keineswegs „beweisen“ lasse, „das letzte Abendmahl Christi sei mit veritablen Fliegenpilzen vollzogen worden.“ [S. 141]

Aber nur soviel in knapper Form zur Schrift: Freilich liegt eine Erkenntnis nahe, die ein jeder überprüfen kann im Herbstwald!
Im Leben! Im Diesseits.
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Vor dem Genuss von Fliegenpilzen warne ich an dieser Stelle jedoch ausdrücklich! Nur Erwachsene! Nur: Gut Vorbereitete! „Set und Setting“!
Und: Kirchgang zuvor… ;-p
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Edzard Klapp, 2009

„Mit geschliffnem Blick Gedanken zu Worten scheren…“:
Edzard Klapp bei einer privaten Geburtstagsfeier – fotografiert von
Wolfgang Bauer in Munderkingen, 2009.

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Ankündigung des Nachtschatten-Verlages:

„Vor etwa 3500 Jahren kam ein Volk, das sich als ‚Aryas‘ bezeichnete und zur indoeuropäischen Sprachfamilie gehört, und nahm das Tal des Indus in Besitz. Mit einem Kulttrank verehrten sie einen ihrer Haupt-Götter, den mondgestaltigen Soma. Dieser Trank wurde nach diesem Gott Soma benannt und war das Extrakt einer besonderen Pflanze. Generationen von Forschern versuchten das Geheimnis dieser Pflanze anhand des Rig Veda, einer uralten Sammlung von Zauberhymnen, zu ergründen. Erst 1968, nachdem er eine Indien-Expedition durchgeführt hatte, gelang es Wasson, die sagenumwobene Götterpflanze zu identifizieren: es handelt sich um den im Schamanenkult zahlreicher Völker verwendeten Fliegenpilz.
Das Buch enthält die zwei Hauptkapitel (erstmals ins Deutsche übersetzt) aus Wassons klassischem Werk „Soma – der göttliche Pilz der Unsterblichkeit“ sowie eine Zusammenfassung des gesamten Buchinhaltes. Die Fliegenpilzexperten W. Bauer und E. Klapp berichten in ihren Texten über Hintergründe von Wassons meisterhafter Entschlüsselung der geheim gehaltenen Rauschpflanze, sowie über die revolutionäre Bedeutung Wassons für das Verständnis vom Ursprung von Mythen, Religionen und Ritualen.“

Wolfgang Bauer und Edzard Klapp: „Wasson und der Soma“,
ISBN: 978-3-03788-161-3, € 12,80