Des heimischen Himmels magischer Ort



„Wir spielen mit dunklen Kräften, die wir mit unseren Namen nicht erfassen können, wie Kinder mit dem Feuer spielen, und es scheint einen Augenblick, als hätte alle Energie bisher ungebraucht in den Dingen gelegen, bis wir kamen, um sie auf unser flüchtiges Leben und seine Bedürfnisse anzuwenden. Aber immer und immer wieder in Jahrtausenden schütteln die Kräfte ihre Namen ab und erheben sich, wie ein unterdrückter Stand, gegen ihre kleinen Herren, ja nicht einmal gegen sie -, sie stehen einfach auf, und die Kulturen fallen von den Schultern der Erde, die wieder groß ist und weit und allein mit ihren Meeren, Bäumen und Sternen.“

Rainer Maria Rilke in „Worpswede“ (1902)

Ambivalenz. Zwiespalt, Doppeldeutigkeit.

Am heutigen Vormittag erklomm ich die Halde „Rheinelbe“ im Süden der Stadt, bei silbrigem Sonnenschein. Die Wetter wechseln – und die Wüsten wachsen. Künstlerisch gestaltete, graffitibesprühte Tafeln säumten den Pfad. Und Müllhaufen. Durch junge Birkenhaine spazierend, kamen mir zitierte Rilke-Worte in den Sinn.

Es passte. Und es passte nicht. Real, an unwirklichem Platz.

Die „Himmelstreppe“ dann: ein beinahe magischer Ort.

Wind, Wolken zum Greifen nah, Ausblicke. Einblicke.

Schon Regentropfen, Pappelrauschen, Böen.

Zeit finden, zurückzukehren.

Bei Interesse:

Ein kleines Fotoalbum mit Informationen (pdf, ca. 4 MB) finden Sie hier!

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